Geschichte der Wallfahrt
Die Stadt Amberg wurde 1634 von einer schweren Pestepidemie heimgesucht. Auf Anraten von P. Caspar Hell, Rektor des Jesuitenkollegs, versprachen die Bürger, ein Abklingen der Pest erhoffend, die Errichtung einer Marienkapelle auf dem Berg. Am 3. September wurde das von P. Hell gestiftete Marienbild auf den Mariahilfberg übertragen. Wenige Monate danach ließ die
P. Caspar Hell
Totentafel / Nachruf auf die Toten der süddeutschen Provinz 1619 - 1660 (Übersetzung des Originals durch Std. Dr. Gorek, Schwandorf): P. Caspar Hell, aus Ingolstadt / Bayern, 43 Jahre in der Gesellschaft Jesu, 27 Jahre als Professor tätig, 4 Gelübde (andere Lesart: wurde 43 Jahre, davon
Im Orden hörte er Philosophie und Theologie: Einige Jahre lehrte er Humanwissenschaften (wahrscheinlich Ethik) drei Jahre davon Philosophie. Zwei Jahre hatte er ein Amt als Untergebener, vier Jahrewar er Rektor. Ein Mann von großer Begabung, zu allemimhöchsten Maße geeignet, von einer wunderbaren Güte im Umgang mit Menschen, mit den höchsten wie auch mit den niedrigsten. Man glaubt, dass er sich die
Mit den letzten Worten sagte er auch folgendes: Er ein unwürdiger und niederer Mann der Gesellschaft Jesu wünsche das Leben zu beenden in höchsten Schmerzen und in einem hässlichen und unzugänglichen Sumpf begraben zu werden: Der Ruhm Gottes und der Gesellschaft Jesu ist ihm immer zuhöchst am Herzen gelegen. Er starb als Rektor in Amberg 1634, den 20. Oktober.
Das Gnadenbild
Das Gnadenbild auf dem Mariahilfberg ist eine Kopie des berühmten Mariabildes von Lucas Cranach d.Ä. (1472 - 1553), ursprünglich für die Dresdner Heiligkreuzkirche gemalt. Während der Reformation gelangte Cranachs Bild in Privatbesitz des Sächsischen Kurfürsten.
Anfang des 17. Jh. erbat sich der Habsburger Fürstbischof Leopold während einer diplomatischen Reise in Dresden das Bild als Geschenk. Es kamnach
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